
Influenza
Grippe oder grippaler Infekt?
Erst testen, dann behandeln
Nicht jeder, der hustet und niest, hat gleich eine Grippe.
Die „echte“ Grippe (auch Virusgrippe oder Influenza genannt) ist indes eine Infektionskrankheit, die man ganz und gar nicht auf die leichte Schulter nehmen darf.
Schuld an einer Grippe sind Influenza-Viren. Wenn es Sie erwischt hat, fühlen Sie sich ganz plötzlich, ohne Vorwarnung, hundeelend und abgeschlagen, haben hohes Fieber, der Kopf und die Glieder tun weh, dazu quält Sie starker Husten, der im Hals und tief in der Brust schmerzt. Dann haben Sie den Eindruck, dass Ihnen im nächsten Augenblick die Beine einknicken, und möchten nur noch sitzen oder liegen.
Inzwischen gibt es wirksame Medikamente gegen Influenza – aber nur, wenn innerhalb von 48 Stunden mit der Behandlung begonnen wird.
So genannte Neuraminidasehemmer hindern das Virus daran, sich im Körper weiter zu vermehren und auszubreiten. Somit verkürzen sie Dauer und Schwere der Erkrankung. Man sollte diese wertvollen Präparate indes ausschließlich dann einnehmen, wenn es sich wirklich um eine Influenza handelt.
Daher ist es wichtig, eine Influenza gleich am Anfang richtig zu diagnostizieren und nicht „auf Verdacht“ zu behandeln. Das leistet ein Labortest, der Ihnen in wenigen Stunden sagt, ob Sie mit dem Influenza-Virus infiziert sind. Oder ob es sich „nur“ um einen grippalen Infekt, eine Erkältung, handelt.
Wichtig: früh testen, früh erkennen, früh behandeln.
Konkret: Sobald Sie die ersten Anzeichen einer Grippe verspüren, gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, der Sie untersucht und einen Nasen- oder Rachenabstrich macht. Diese Probe wird im medizinischen Labor untersucht. Spätestens nach 24 Stunden erfahren Sie, ob der Test auf die gefährlichen Influenza-Viren positiv war. Ist die Influenza bei Ihnen nachgewiesen, verschreibt Ihnen Ihr Hausarzt ein Anti-Grippe-Mittel, das wirkt – sofern die ersten 48 Stunden noch nicht verstrichen sind.

