
Darmkrebs-Vorsorge/Der Tumor-M2-Pk-Test
Darmkrebs-Vorsorge: Enzym- statt Bluttest
Bei rechtzeitiger Diagnose beträgt die Heilungschance für Darmkrebs nahezu 100 Prozent. Also richteten sich die Anstrengungen der Forscher darauf, den Krebs möglichst im Anfangsstadium zu entdecken.
Neben den Nachweisen von Blut im Stuhl gibt es ein weiteres Verfahren, um Hinweise auf ein mögliches Tumorgeschehen zu erhalten: den Nachweis von „Tumor M2-Pk“. Was ein bisschen klingt wie der Name eines Star-Wars-Roboters, bezeichnet ein Enzym, das im Stoffwechsel von Tumorgewebe entsteht: Pyruvatkinase, genauer gesagt eine bestimmte Unterform davon.
Was markiert ein "Tumormarker"?
Die Pyruvatkinase spielt in jeder normalen Zelle eine zentrale Rolle im Traubenzucker-Stoffwechsel. Tumorzellen teilen sich besonders häufig („wuchern“) und brauchen entsprechend viel Energie.
Daher schlagen sie – vereinfacht gesagt – im Zellstoffwechsel einen Sonderweg ein, der Energie spart und am Ende eben eine spezifische („M2“) Unterform der Pyruvatkinase (Pk) hervorbringt.
„Tumor M2-Pk“ ist somit ein Tumormarker, das heißt: eine Substanz, die vom Krebs ins Blut oder in andere Körperflüssigkeiten abgegeben wird und deren erhöhte Konzentration auf einen Tumor hinweist.
Tumor M2-Pk kann man im Blut messen oder - besser - in einer Stuhlprobe. Vorteil für Sie: Die Tumor-M2-Pk-Messung erspart Ihnen die ansonsten meist übliche mehrtägige Diät. Auch müssen nicht mehr drei Stuhlproben an drei aufeinander folgenden Tagen genommen werden; eine einzige erbsengroße Probe genügt.
Ein Laborwert ist ein Hinweis, keine Diagnose
Was sagt der positive Nachweis von Tumor M2-PK im Stuhl aus? Der Nachweis ist zunächst einmal als Hinweis zu betrachten - nicht als Diagnose. Als Hinweis nämlich, dass bei Ihnen eine Darmspiegelung vorgenommen werden sollte. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass irgendeine Quelle in Ihrem Körper Tumor M2-Pk produziert. Das kann zum Beispiel eine noch harmlose Tumorvorstufe sein (Polypen).
Fragen Sie Ihren Arzt nach diesem hinweisgebenden modernen Testverfahren.

